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Für wen ist eine Haartransplantation nicht geeignet? Wann sie möglicherweise nicht infrage kommt
Für eine Haartransplantation gibt es zwei Grundvoraussetzungen: ausreichend gesundes Haar im Spenderbereich und Haut im lichten Bereich, die die eingesetzten Grafts versorgen kann. Wir erklären, in welchen Fällen eine Transplantation möglicherweise nicht geeignet ist und wann es richtiger ist, sie zu verschieben oder einen anderen Weg zu wählen.
In diesem Beitrag
In welchen Fällen wird eine Haartransplantation nicht empfohlen?
Eine Haartransplantation wird nicht durchgeführt, wenn zwei Grundvoraussetzungen nicht erfüllt sind: Im Spenderbereich (Hinterkopf und Seiten; dort entnehmen wir die Grafts, also die natürlichen Haargruppen, die verpflanzt werden) muss ausreichend gesundes Haar vorhanden sein, und die Haut im lichten Bereich muss die eingesetzten Grafts versorgen können. Selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können wir die Transplantation verschieben oder Ihnen einen anderen Weg empfehlen, wenn die Ursache des Haarausfalls noch nicht geklärt ist, ein ernsthaftes gesundheitliches Problem nicht unter Kontrolle ist oder Ihre Erwartungen und das mögliche Ergebnis weit auseinanderliegen.
Der Grund: Eine Haartransplantation schafft keine neuen Haarwurzeln. Sie verlagert Wurzeln aus dem Bereich, der widerstandsfähiger gegen Haarausfall ist, in den lichter werdenden Bereich; deshalb müssen sowohl die Quelle als auch der Boden, in den die Grafts eingesetzt werden, geeignet sein. Manche der folgenden Fälle bedeuten kein endgültiges „Nein“, sondern ein „Jetzt noch nicht“.
Wenn der Spenderbereich nicht ausreicht
Für die Transplantation steht nur das Haar im Spenderbereich zur Verfügung; für eine dort entnommene Wurzel wächst keine neue nach. Reicht der Spenderbereich nicht aus, um den lichten Bereich in angemessener Dichte abzudecken, bringt die Transplantation möglicherweise nicht den Unterschied, den Sie sich erhoffen. Werden zu viele Grafts entnommen, kann zudem der Spenderbereich selbst licht wirken.
Vor allem in folgenden Fällen kann der Spenderbereich nicht ausreichen:
- Diffuses Ausdünnen: Breitet sich das Ausdünnen ohne bestimmtes Muster über die gesamte Kopfhaut aus, Hinterkopf und Seiten eingeschlossen, sind die Haare im Spenderbereich möglicherweise keine verlässliche Quelle; in diesem Fall wird eine Transplantation in der Regel nicht empfohlen. Wie wir diese Situation bei Frauen beurteilen, erklären wir auf der Seite Haartransplantation für Frauen.
- Große kahle Fläche und lichter Spenderbereich zugleich: Möglicherweise lässt sich nicht die gesamte kahle Fläche dicht abdecken; wir können über einen begrenzteren Plan sprechen, der die Grafts auf die für das Erscheinungsbild wichtigsten Bereiche konzentriert, oder eine Transplantation ist möglicherweise nicht geeignet.
- Frühere Eingriffe: Wurden bei früheren Transplantationen viele Grafts aus dem Spenderbereich entnommen, kann die Menge, die noch entnommen werden kann, geringer sein.
Wenn die Ursache des Haarausfalls unklar ist oder die Kopfhaut noch nicht bereit ist
Eine Haartransplantation wird vor allem bei Haarausfall eingesetzt, der mit erblicher Veranlagung und Hormonen zusammenhängt (androgenetische Alopezie), und zwar für dauerhaft licht gewordene Bereiche. Nicht jeder Haarausfall ist von dieser Art; bei manchen Formen ist eine Transplantation unnötig, bei anderen vorerst nicht geeignet:
- Telogenes Effluvium: Diffuser Haarausfall, der einige Monate nach starkem Stress, einer fieberhaften Erkrankung, einer Geburt oder Ernährungsproblemen beginnen kann. Da die Haarwurzeln erhalten bleiben, wachsen die Haare oft von selbst nach; wir empfehlen, mit der Transplantation zu warten, bis sich der Haarausfall beruhigt hat.
- Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Solange diese Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen die Haarwurzeln richtet, aktiv ist, ist eine Transplantation nicht geeignet; auch in ruhigen Phasen ist sie meist nicht die richtige Wahl. Auch transplantierte Haare können betroffen sein; ausgefallene Haare können dagegen von selbst oder mit einer Behandlung wieder wachsen. Einzelheiten erklären wir im Beitrag zum kreisrunden Haarausfall.
- Vernarbender Haarausfall (vernarbende Alopezie): Solange diese Erkrankungen, bei denen die Haarwurzeln durch eine Entzündung dauerhaft geschädigt werden, aktiv sind, planen wir keine Transplantation; auch transplantierte Haare können von demselben Prozess betroffen sein. Ist die Erkrankung lange Zeit ruhig geblieben, können wir eine Transplantation unter Einbeziehung der Einschätzung Ihrer Hautärztin oder Ihres Hautarztes besprechen; die Erkrankung kann jedoch später wieder aktiv werden.
- Eine behandelbare Ursache: Begleitet eine Störung wie ein Schilddrüsenproblem oder Eisenmangel den Haarausfall, muss diese zuerst behandelt werden; danach können sich die Haare erholen.
- Ein Auslöser, der weiter besteht: Lichtet sich das Haar, weil es lange Zeit straff zusammengebunden wurde (Traktionsalopezie), und wird diese Gewohnheit beibehalten, können auch transplantierte Haare betroffen sein. Beim zwanghaften Ausreißen von Haaren (Trichotillomanie) muss dieses Problem zuerst mit einer Ärztin oder einem Arzt angegangen werden.
Wenn Ihre Haare stellenweise oder innerhalb kurzer Zeit stark ausfallen oder wenn den Haarausfall Juckreiz, Rötung, Schuppung oder Schmerzen begleiten, wenden Sie sich zuerst an eine Hautärztin oder einen Hautarzt. Anhand von Fotos stellen wir keine Diagnose; haben wir bei der Untersuchung den Verdacht auf eine solche Erkrankung, stellen wir die Planung der Transplantation zurück.
Ist die Haut im lichten Bereich bereit für die Transplantation?
Transplantierte Grafts werden über die Durchblutung der Haut versorgt, in die sie eingesetzt werden. Liegen auf der Kopfhaut eine Entzündung, eine Infektion oder ein Schub einer Hauterkrankung vor, empfehlen wir zuerst die Behandlung. Auch in schlechter durchblutetes Gewebe wie Narben kann transplantiert werden; da sich das Haarwachstum dort jedoch weniger gut vorhersagen lässt, besprechen wir Plan und Erwartungen gesondert.
Wenn ein ernsthaftes gesundheitliches Problem nicht unter Kontrolle ist
Eine Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff unter örtlicher Betäubung. Ihr allgemeiner Gesundheitszustand muss den Eingriff und die Heilung zulassen. In folgenden Situationen kann eine Verschiebung des Eingriffs oder eine zusätzliche Abklärung nötig sein:
- Diabetes oder Bluthochdruck, die nicht gut eingestellt sind
- Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, die nicht unter Kontrolle sind
- Blutungs- oder Gerinnungsstörungen
- Eine fieberhafte Erkrankung oder eine bestehende Infektion
- Eine laufende Behandlung, die das Immunsystem unterdrückt, etwa eine Krebsbehandlung
- Schwangerschaft und Stillzeit
Sobald sich Ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat, beurteilen wir die Transplantation erneut; bei manchen schweren Erkrankungen ist eine Transplantation jedoch möglicherweise nicht geeignet. Eine chronische Erkrankung, die unter Kontrolle ist, ist für sich genommen kein Hindernis. Geben Sie bei der Untersuchung bitte unbedingt an, welche Medikamente Sie einnehmen, vor allem blutverdünnende, welche Allergien bei Ihnen bekannt sind und ob Wunden bei Ihnen schon einmal erhabene Narben (Keloide) hinterlassen haben. Bei Bedarf holen wir die Einschätzung Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes ein. Setzen Sie keines Ihrer Medikamente eigenmächtig ab. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Haartransplantation bei chronischen Erkrankungen.
Wenn Erwartungen und mögliches Ergebnis weit auseinanderliegen
Da das Haar im Spenderbereich begrenzt ist, ist es meist nicht realistisch, mit einer Transplantation zur früheren Haardichte zurückzukehren. Die Transplantation stoppt auch nicht das Fortschreiten des Haarausfalls; Ihre eigenen Haare rund um den Empfängerbereich können mit der Zeit weiter dünner werden.
Einige Beispiele für Erwartungen, die nicht in einen Plan passen: in jungen Jahren einen sehr tief liegenden Haaransatz zu wünschen, obwohl noch nicht absehbar ist, wie weit der Haarausfall fortschreiten wird, oder zu erwarten, dass eine große Fläche in einer einzigen Sitzung dicht abgedeckt wird. Wie das Alter den Plan beeinflusst, erklären wir im Beitrag Haartransplantation und Alter.
Liegen beide weit auseinander, sagen wir Ihnen das vor dem Eingriff offen. Manchmal kann es sinnvoller sein, den Verlauf eine Zeit lang zu beobachten oder zuerst medizinische Behandlungen auszuprobieren, die darauf abzielen, den Haarausfall zu verlangsamen; ob diese Behandlungen für Sie geeignet sind, lässt sich nur durch die Beurteilung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes klären. Wenn die Sorge um Ihre Haare Ihren Alltag deutlich belastet, sprechen wir auch darüber; manchmal kann es besser sein, sich vor einer Transplantation professionelle psychologische Unterstützung zu holen.
Wie entscheiden wir bei der Untersuchung?
Die Entscheidung über die Eignung beruht nicht auf einem einzelnen Kriterium; bei der Untersuchung betrachten wir den Verlauf Ihres Haarausfalls, Haardichte und Haardicke im Spenderbereich, Ihre Kopfhaut, Ihren allgemeinen Gesundheitszustand, Ihre Medikamente und Ihre Erwartungen gemeinsam. Bei Bedarf veranlassen wir eine Blutuntersuchung oder bitten eine Hautärztin oder einen Hautarzt um eine Einschätzung.
| Situation | Allgemeines Vorgehen |
|---|---|
| Spenderbereich reicht nicht aus | Über einen Plan sprechen, der sich auf vorrangige Bereiche beschränkt, oder über Möglichkeiten ohne Transplantation |
| Ursache des Haarausfalls unklar | Zuerst die Diagnose; bei Bedarf Beurteilung durch eine Hautärztin oder einen Hautarzt |
| Aktive Erkrankung der Kopfhaut | Zuerst die Behandlung; erneute Beurteilung, wenn die Erkrankung zur Ruhe gekommen ist |
| Gesundheitliches Problem, das nicht unter Kontrolle ist | Verschieben, bis der Gesundheitszustand stabil ist; bei Bedarf Einschätzung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes |
| Erwartungen und mögliches Ergebnis liegen weit auseinander | Besprechen, was möglich ist; manchmal den Verlauf beobachten oder zuerst eine medizinische Behandlung |
Im Vorgespräch beantworten wir Ihre Fragen; ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind, wird dagegen bei der Untersuchung festgestellt. Auch die Ergebnisse sind von Person zu Person verschieden.
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Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.
Wie geht es weiter?
- Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
- Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
- Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.