Augenbrauentransplantation
Wir erklären die Transplantation, die wir bei lichten oder lückenhaften Augenbrauen durchführen: wie wir die Ursache des Haarverlusts abklären, wie wir die Form gemeinsam mit Ihnen planen, wie sich die transplantierten Haare danach verhalten und wo die Grenzen liegen.
Was ist eine Augenbrauentransplantation?
Die Augenbrauentransplantation ist ein Eingriff, bei dem wir Haarwurzeln (Grafts) einzeln entnehmen und in lichte oder kahle Stellen der Augenbrauen einsetzen. Die Grafts entnehmen wir meist am Hinterkopf und an den Seiten der Kopfhaut, also im Spenderbereich, mit der FUE-Methode. Innerhalb des Spenderbereichs wählen wir die Stelle, an der die Haare in Dicke und Wellung Ihren Augenbrauenhaaren am nächsten kommen.
Augenbrauen prägen den Gesichtsausdruck unmittelbar; schon die Richtung einiger weniger Haare kann das Aussehen verändern. Deshalb planen wir die Augenbrauentransplantation als eine Arbeit, die Geduld und Sorgfalt erfordert.
Zuerst sehen wir uns die Ursache an
Lichte Augenbrauen können verschiedene Ursachen haben, und nicht jede lässt sich mit einer Transplantation lösen. Deshalb müssen wir die Ursache verstehen, bevor wir eine Transplantation planen. Einige Gründe, die zum Verlust von Augenbrauenhaaren führen können:
- Über Jahre zu stark gezupfte Augenbrauen
- Narben, Verbrennungen oder eine frühere Operation
- Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) oder bestimmte Hauterkrankungen
- Hormonelle Störungen, etwa der Schilddrüse
- Der Drang, sich Haare auszureißen (Trichotillomanie)
- Altersbedingtes Ausdünnen
Geht der Haarverlust auf eine fortbestehende Erkrankung oder auf den Drang zurück, sich Haare auszureißen, ist eine Transplantation möglicherweise nicht die richtige Wahl. In einem solchen Fall empfehlen wir, zuerst die Ursache abzuklären und sie bei Bedarf zu behandeln; dafür können Sie sich auch an eine Hautärztin oder einen Hautarzt wenden oder, je nach Ursache, an eine Fachärztin oder einen Facharzt einer anderen passenden Fachrichtung. Auch wenn die Haare im Spenderbereich nicht zu Ihren Augenbrauen passen oder vernarbte Haut für eine Transplantation nicht geeignet ist, können wir Ihnen einen anderen Weg empfehlen. Ob eine Augenbrauentransplantation für Sie infrage kommt, klärt sich bei der Untersuchung.
Die Form Ihrer Augenbrauen planen wir gemeinsam mit Ihnen
Wo die Braue beginnt, wo der Bogen am höchsten ist und wo das Brauenende ausläuft, legen wir nach Ihren Gesichtszügen und Ihren Wünschen fest. Ihre vorhandenen Augenbrauenhaare beziehen wir in die Gestaltung mit ein. Vor dem Eingriff zeichnen wir Ihre Augenbrauen vor und legen die endgültige Form der Vorzeichnung gemeinsam mit Ihnen fest.
Einen transplantierten Bereich nachträglich zu verkleinern, ist nicht einfach. Deshalb empfehlen wir statt einer sehr markanten oder stark modeabhängigen Form eine Gestaltung, die Sie auch über Jahre gut tragen können.
Einzelhaar-Grafts und sehr flache Winkel
Augenbrauenhaare treten fast liegend, in einem sehr flachen Winkel aus der Haut. Auch ihre Richtung ändert sich entlang der Braue: Am Brauenanfang wachsen die Haare eher nach oben. Im Mittelteil verlaufen sie zur Seite, die oberen leicht nach unten und die unteren leicht nach oben geneigt; am Brauenende wachsen sie zur Seite und nach unten. Deshalb arbeiten wir in den Augenbrauen überwiegend mit Grafts, die nur ein einzelnes Haar enthalten (Einzelhaar-Grafts). Jedes Graft setzen wir einzeln so ein, dass sein Winkel und seine Richtung zu den umliegenden Haaren passen.
Die Grafts können wir in vorab geöffnete, sehr feine Kanäle oder mit dem Implanter-Stift (DHI) einsetzen; womit wir arbeiten, legen wir bei der Planung fest. Die Kanäle öffnet die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt. Den Eingriff führen wir unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durch. Wie lange er dauert, hängt von der Größe des zu behandelnden Bereichs ab; die ungefähre Dauer in Ihrem Fall teilen wir Ihnen bei der Planung mit.
Nach dem Eingriff
Der Heilungsverlauf ist von Person zu Person verschieden. Nach dem Eingriff erhalten Sie von uns schriftliche Pflegehinweise; richten Sie sich immer nach diesen Hinweisen und nicht nach den allgemeinen Informationen auf dieser Seite.
Die ersten Tage
In den ersten Tagen können an den Augenbrauen Rötungen und kleine Krusten auftreten, rund um die Augen auch leichte Schwellungen. Die Krusten fallen mit der Zeit von selbst ab; reißen Sie sie nicht ab. Auch der Spenderbereich, aus dem wir die Grafts entnehmen, durchläuft eine ähnliche Heilung. Wann und wie Sie Ihr Gesicht waschen und wann Sie sich wieder schminken können, geben wir in Ihren Pflegehinweisen an.
Wenn Sie zunehmende Schmerzen, Rötung oder Schwellung, Nässen, anhaltende Blutungen, schmerzhafte oder größer werdende pickelähnliche Erhebungen oder Fieber bemerken, melden Sie sich bei uns, ohne auf das Nachsorgegespräch zu warten. Unsere Öffnungszeiten sind täglich 09:00–18:00 Uhr. Im Notfall oder wenn Sie uns außerhalb dieser Zeiten nicht erreichen, wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene medizinische Einrichtung.
Vorübergehender Haarausfall und neue Haare
In den Wochen nach dem Eingriff kann ein Teil der transplantierten Haare oder Ihrer umliegenden Augenbrauenhaare vorübergehend ausfallen. Das nennt man Schockhaarausfall. Bis neue Haare wachsen, vergehen Monate; bis das Ergebnis sichtbar ist, braucht es Zeit, und diese Zeit ist von Person zu Person verschieden. Ihren Fortschritt beurteilen wir gemeinsam in den Nachsorgegesprächen.
Mehr zur Nachsorge nach dem EingriffWarum werden die transplantierten Haare gekürzt?
Transplantierte Haare behalten weitgehend die Eigenschaften des Bereichs, aus dem sie stammen. Haare von der Kopfhaut verhalten sich auch in der Augenbraue weiterhin wie Kopfhaare und werden in der Regel länger als Augenbrauenhaare. Deshalb kann es nötig sein, dass Sie die transplantierten Haare regelmäßig kürzen.
Manche Haare können mit der Zeit auch in eine andere Richtung wachsen. Diese können Sie durch Kürzen und Kämmen in Form bringen. Wann und wie Sie Ihre Augenbrauen kürzen können, besprechen wir gemeinsam im Nachsorgegespräch.
Grenzen
Auch die Augenbrauentransplantation hat Grenzen; wir möchten, dass Sie diese von Anfang an kennen:
- Die Dichte, die sich in der Augenbraue erreichen lässt, hängt von der Größe des zu behandelnden Bereichs, vom Zustand Ihrer Haut und von Ihrem Spenderbereich ab. Manchmal kann für die gewünschte Dichte eine zweite Sitzung nötig sein; darüber entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, wenn das Ergebnis der ersten Transplantation sichtbar ist.
- Wie viele der transplantierten Haare anwachsen, ist von Person zu Person verschieden.
- Transplantierte Haare können in Dicke, Farbe und Wellung anders aussehen als Ihre Augenbrauenhaare.
- Die Transplantation verhindert nicht, dass Ihre eigenen Augenbrauenhaare mit der Zeit dünner werden oder ausfallen.
- Im Spenderbereich, aus dem wir die Grafts entnehmen, bleiben kleine, punktförmige Narben zurück.
Was für Sie möglich ist, besprechen wir offen bei der Untersuchung.
Häufige Fragen
Woher werden die Grafts für die Augenbrauen entnommen?
Meist entnehmen wir sie am Hinterkopf und an den Seiten der Kopfhaut, einzeln mit der FUE-Methode. Bei der Untersuchung bestimmen wir die Stelle, an der die Haare in Dicke und Wellung Ihren Augenbrauen am nächsten kommen.
Ist eine Transplantation für alle lichten Augenbrauen geeignet?
Nein. Lichte Augenbrauen können verschiedene Ursachen haben, und nicht jede lässt sich mit einer Transplantation lösen. Zuerst sehen wir uns die Ursache an; ob eine Augenbrauentransplantation für Sie infrage kommt, klärt sich bei der Untersuchung.
Wer legt die Form der Augenbrauen fest?
Die Form legen wir gemeinsam mit Ihnen fest. Vor dem Eingriff zeichnen wir Ihre Augenbrauen nach Ihren Gesichtszügen und Ihren Wünschen vor und legen die endgültige Form der Vorzeichnung gemeinsam fest.
Tut die Transplantation an den Augenbrauen weh?
Wir führen den Eingriff unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durch. Was Sie beim Setzen der Betäubung und in den Tagen danach spüren, ist von Person zu Person verschieden. Wie Schmerzen behandelt werden, besprechen Sie vor dem Eingriff mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Muss ich die transplantierten Augenbrauen kürzen?
Meistens ja. Haare von der Kopfhaut verhalten sich auch in der Augenbraue weiterhin wie Kopfhaare und werden in der Regel länger als Augenbrauenhaare. Wie oft Sie sie kürzen müssen, ist von Person zu Person verschieden; wie Sie sie kürzen können, besprechen wir gemeinsam im Nachsorgegespräch.
Wann ist das Ergebnis sichtbar?
Bis das Ergebnis sichtbar ist, braucht es Zeit. In den Wochen nach dem Eingriff kann ein Teil der transplantierten Haare vorübergehend ausfallen; bis neue Haare wachsen, vergehen Monate. Diese Zeit ist von Person zu Person verschieden.
Haaranalyse
Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.
Wie geht es weiter?
- Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
- Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
- Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.