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Wann wachsen transplantierte Haare? Die Wachstumsphasen nach einer Haartransplantation
Nach einer Haartransplantation fallen die meisten transplantierten Haare zunächst aus; die Haarwurzeln ruhen eine Zeit lang, danach beginnen neue Haare zu wachsen. Wir erklären diesen Ablauf Phase für Phase mit ungefähren Zeitangaben und zeigen, warum der Zeitplan von Person zu Person verschieden ist und warum sich das Ergebnis am Wirbel später einstellt.
In diesem Beitrag
Wann zeigen sich die ersten Haare, und wann ist das Ergebnis erkennbar?
Die kurze Antwort: Es dauert Monate. Die ersten Haare werden im Durchschnitt etwa im dritten oder vierten Monat sichtbar, dünn und noch spärlich. In den folgenden Monaten wird das Haar dichter; bis die Haare kräftiger werden und das Ergebnis erkennbar ist, dauert es bei den meisten Menschen etwa ein Jahr, am Wirbel manchmal länger.
Diese Zeitangaben sind ein Durchschnitt. Bei manchen Menschen wachsen die ersten Haare früher, bei anderen später; das allein ist noch kein Zeichen für ein Problem. Ob Sie in einem bestimmten Monat ein bestimmtes Erscheinungsbild erreichen, können wir nicht im Voraus sagen; Ihren Fortschritt beurteilen wir gemeinsam in den Nachsorgegesprächen.
Warum der Prozess Monate dauert, erklärt der Wachstumszyklus des Haares. Der Follikel (die Wurzel, die das Haar bildet) arbeitet nicht ohne Pause: Eine Zeit lang wächst das Haar, dann ruht der Follikel, gibt sein Haar ab und beginnt von Neuem. Die Phasen erklären wir in unserem Beitrag zum Haarzyklus. Der Zeitplan nach einer Haartransplantation erklärt sich größtenteils dadurch, dass dieser Zyklus in den transplantierten Follikeln neu beginnt.
Der durchschnittliche Zeitplan des Haarwachstums
Die Monate in der Tabelle zeigen den ungefähren Verlauf, den man bei vielen Menschen beobachtet. Die Phasen gehen ineinander über und verlaufen nicht bei allen gleich schnell; Ihre Haare können früher oder später wachsen.
| Zeitraum | Was geschieht im Follikel? | Was können Sie sehen? |
|---|---|---|
| Wochen nach dem Eingriff | Die meisten transplantierten Follikel gehen in die Ruhephase über und geben ihr Haar ab. | Ein Teil der transplantierten Haare fällt mit den Krusten oder danach aus; der Bereich wird lichter. |
| Etwa 1.–3. Monat | Der Follikel ruht in der Haut und bereitet sich auf eine neue Wachstumsphase vor. | Der Empfängerbereich ist oft am lichtesten; von außen ist kaum eine Veränderung zu sehen. |
| Etwa 3.–4. Monat | Ein Teil der Follikel tritt in die Wachstumsphase ein; neue Haare erreichen die Hautoberfläche. | Erste Haare: dünn, hell und spärlich. |
| Etwa 5.–8. Monat | Immer mehr Follikel treten in die Wachstumsphase ein; die Haare werden länger und beginnen, kräftiger zu werden. | Das Haar wird dichter, wirkt aber ungleichmäßig; die Haare sind unterschiedlich lang und dick. |
| Etwa 9.–12. Monat | Dicke, Farbe und Struktur der Haare entwickeln sich weiter. | Im vorderen Bereich wird das Ergebnis bei den meisten Menschen deutlich und in der Regel in diesem Zeitraum beurteilt. |
| Nach dem 12. Monat | Bei manchen Follikeln, vor allem am Wirbel, werden die Haare noch kräftiger und reifen weiter aus. | Das Erscheinungsbild kann sich auch nach einem Jahr noch verändern, vor allem am Wirbel. |
Themen wie Krusten, Rötung und die erste Haarwäsche in den ersten Tagen gehören in die Zeit vor diesem Zeitplan; darauf gehen wir auf der Seite Nachsorge nach Haartransplantation ein. Die schriftlichen Pflegehinweise, die Sie von uns erhalten, haben immer Vorrang.
Was geschieht in den einzelnen Phasen im Follikel?
Die transplantierten Haare fallen aus
Die Grafts (kleine Gewebestücke mit einem oder mehreren Haaren) sind von der Entnahme an, bis sie in den geöffneten Kanälen sitzen, eine Zeit lang vom Blutkreislauf getrennt. Die meisten transplantierten Follikel reagieren auf diese Belastung, indem sie in die Ruhephase übergehen und ihr Haar abgeben. Deshalb ist es zu erwarten, dass transplantierte Haare in den Wochen nach dem Eingriff ausfallen.
Auch wenn das transplantierte Haar ausfällt, bleibt seine Wurzel in der Regel in der Haut. Im selben Zeitraum kann auch ein Teil Ihrer eigenen umliegenden Haare vorübergehend ausfallen. Diesen vorübergehenden Ausfall der transplantierten und der umliegenden Haare nennt man zusammen Schockhaarausfall; wann und in welchem Ausmaß er auftritt, ist von Person zu Person verschieden. Von den umliegenden Haaren, die bereits dünner geworden sind, wachsen manche jedoch möglicherweise nicht nach. Einzelheiten finden Sie in unserem Beitrag zum Schockhaarausfall.
Die Ruhephase
Ein Follikel, der sein Haar abgegeben hat, ruht eine Zeit lang. Auf der Kopfhaut dauert die Ruhephase unter normalen Umständen etwa drei Monate. Deshalb sehen Sie in den ersten Monaten nach der Transplantation im Empfängerbereich kaum eine Veränderung.
In dieser Zeit ist der Empfängerbereich oft so licht wie zu keinem anderen Zeitpunkt nach dem Eingriff; sind auch die umliegenden Haare ausgefallen, kann er sogar lichter wirken als vor dem Eingriff. Dieser Anblick kann Sie beunruhigen; für sich allein sagt er jedoch nichts über das Ergebnis aus.
Die ersten Haare wachsen
Ist die Ruhephase vorbei, tritt der Follikel in eine neue Wachstumsphase ein und beginnt, unter der Haut ein neues Haar zu bilden. Da Haar etwa einen Zentimeter im Monat wächst, dauert es auch eine Weile, bis das Haar die Hautoberfläche durchbricht und so lang ist, dass man es bemerkt.
Die ersten Haare sind oft dünn, hell und spärlich. Da nicht alle Follikel gleichzeitig in die Wachstumsphase eintreten, wachsen die Haare in manchen Bereichen früher, in anderen später. Deshalb wirkt das Bild in den ersten Monaten häufig ungleichmäßig.
Wenn die neuen Haare durch die Haut treten, können bei manchen Menschen Juckreiz oder kleine, pickelähnliche Erhebungen auftreten; meist sind sie vorübergehend. Drücken Sie diese Erhebungen nicht aus; wenn sie schmerzen oder größer werden, melden Sie sich bei uns. Einzelheiten erklären wir im Beitrag Juckreiz, Rötung und Pickel nach der Haartransplantation.
Die Haare werden kräftiger und reifen aus
In den folgenden Monaten treten immer mehr Follikel in die Wachstumsphase ein. Die Haare werden länger, dicker und dunkler. Wie gut das Haar die Kopfhaut bedeckt, hängt von der Dicke der Haare ebenso ab wie von ihrer Zahl; deshalb wirkt der Bereich voller, je kräftiger die Haare werden.
Transplantierte Haare behalten in der Regel die Eigenschaften ihres Spenderbereichs (der Bereiche am Hinterkopf und an den Seiten, aus denen die Grafts entnommen werden); während sie ausreifen, nähern sich auch ihre Dicke und Struktur Ihren Haaren in diesem Bereich an. Bevor Sie sich die Haare schneiden lassen, sprechen Sie mit uns, vor allem wenn im Empfängerbereich eine Haarschneidemaschine verwendet werden soll.
Warum zeigt sich das Ergebnis am Wirbel später?
Bei Haaren, die in den Wirbelbereich (den Vertex) transplantiert werden, ist das Ergebnis häufig später erkennbar als im vorderen Bereich. Während das Ergebnis im vorderen Bereich oft nach etwa einem Jahr beurteilt wird, kann es am Wirbel länger dauern, auch über ein Jahr hinaus.
Der Grund dafür ist nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren tragen vermutlich dazu bei; sie beeinflussen weniger, wie schnell das Haar wächst, als vielmehr, wie der Wirbel aussieht:
- Die Haare laufen auseinander: Am Wirbel verteilen sich die Haare vom Haarwirbel aus in alle Richtungen und überlappen sich nicht so wie im vorderen Bereich. Dasselbe Wachstum wirkt hier lichter.
- Blickwinkel und Licht: Auf den Wirbel blickt man meist von oben, und Licht von oben fällt direkt auf die Haut; bis die Haare kräftiger werden, fallen lichte Stellen deshalb stärker auf.
- Haarausfall in der Umgebung: Werden Ihre eigenen, nicht transplantierten Haare am Wirbel weiter dünner, kann dieses Ausdünnen den Beitrag der transplantierten Haare eine Zeit lang überdecken.
Wie wir den Wirbelbereich planen, erklären wir in unserem Beitrag zur Haartransplantation am Wirbel.
Warum ist der Zeitplan von Person zu Person verschieden?
Selbst bei zwei Menschen, die am selben Tag mit derselben Methode behandelt wurden, können die Haare unterschiedlich schnell wachsen. Die wichtigsten Faktoren, die bei diesem Unterschied eine Rolle spielen können, sind:
- Wie lange Ihre Follikel in der Ruhephase bleiben; diese Dauer ist von Person zu Person verschieden
- Der Empfängerbereich: vorderer Bereich, Wirbel oder zwischen vorhandenen Haaren
- Die Beschaffenheit Ihrer Haare: Dicke oder lockige Haare und Haare, die sich farblich wenig von der Haut abheben, können den Bereich scheinbar früher bedecken
- Ihre Heilung und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand; Gewohnheiten wie Rauchen können die Heilung beeinträchtigen
- Ob Ihre eigenen umliegenden Haare vom Schockhaarausfall betroffen sind und in welchem Ausmaß diese Haare nachwachsen
Die Transplantation verhindert nicht, dass Ihre eigenen Haare in nicht transplantierten Bereichen ausfallen; dieser Haarausfall kann mit der Zeit fortschreiten. Deshalb sehen wir uns in der Nachsorge gemeinsam nicht nur den transplantierten Bereich an, sondern auch den allgemeinen Zustand Ihrer Haare.
Die Grenzen des Zeitplans: Was können wir nicht im Voraus wissen?
- Wann welches Graft wächst: Solange die Follikel in der Haut ruhen, können wir von außen nicht sagen, welcher wann zu wachsen beginnt. Ein Bereich, der in den ersten Monaten licht wirkt, kann in den folgenden Monaten deutlich anders aussehen.
- Die erreichbare Dichte: Wann die Haare wachsen und wie viel Dichte am Ende erreicht wird, sind zwei verschiedene Fragen; auch die erreichte Dichte ist von Person zu Person verschieden.
- Den Prozess beschleunigen: Für Shampoos, Vitamine und begleitende Anwendungen, die das Haarwachstum angeblich beschleunigen, sind die Belege begrenzt. Medikamente gegen Haarausfall sind ein eigenes Thema; ob sie infrage kommen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach einer Beurteilung des Verlaufs Ihres Haarausfalls und Ihres Gesundheitszustands. Fragen Sie uns, bevor Sie auf eigene Faust ein Medikament, ein Produkt oder ein Nahrungsergänzungsmittel anwenden.
Worauf achten wir in der Nachsorge, und wann sollten Sie sich bei uns melden?
Ihre Heilung und das Wachstum der neuen Haare beurteilen wir gemeinsam in den Nachsorgegesprächen; die Termine dafür planen wir zusammen mit Ihnen. In den ersten Monaten ist es noch zu früh, das Ergebnis zu beurteilen.
Wenn Sie Ihre Haare jeden Tag im Spiegel prüfen, kann das Ihre Sorgen verstärken. Um die Veränderung zu sehen, ist es sinnvoller, Fotos zu vergleichen, die Sie einmal im Monat bei gleichem Licht und aus demselben Blickwinkel aufnehmen.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Haare in dem Zeitraum, mit dem Sie gerechnet haben, nicht wachsen, sagen Sie es uns im Nachsorgegespräch. Mit Entscheidungen wie der, ob eine zusätzliche Behandlung nötig ist, warten wir in der Regel, bis das Ergebnis erkennbar ist.
Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, melden Sie sich bei uns, ohne auf das Nachsorgegespräch zu warten:
- Zunehmende Schmerzen, Rötung oder Schwellung
- Nässen, Eiter oder übler Geruch im Empfänger- oder Spenderbereich
- Fieber
- Schmerzhafte oder größer werdende, pickelähnliche Erhebungen im Empfängerbereich
Im Notfall wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene medizinische Einrichtung. Die Informationen in diesem Beitrag sind allgemein und ersetzen nicht die schriftlichen Pflegehinweise, die Sie von uns erhalten. Ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind, wird bei der Untersuchung festgestellt; auch die Ergebnisse sind von Person zu Person verschieden.
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Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.
Wie geht es weiter?
- Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
- Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
- Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.