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Patientenfragen7 Min. Lesezeit

Sieht eine Haartransplantation natürlich aus? Fällt sie auf?

Eine Haartransplantation kann natürlich aussehen, doch das ist kein Ergebnis, das sich im Voraus versprechen lässt. Wir erklären, was das Erscheinungsbild bestimmt, was von Person zu Person verschieden ist und warum man die Transplantation während der Heilung bemerken kann.

In diesem Beitrag

Sieht eine Haartransplantation natürlich aus?

Sie kann natürlich aussehen; das ist jedoch kein Ergebnis, das wir Ihnen im Voraus versprechen können. Die transplantierten Haare sind Ihre eigenen Haare aus dem Spenderbereich (meist Hinterkopf und Seiten) und behalten in der Regel die Farbe, Dicke und Struktur, die sie dort hatten. Dass es Ihre eigenen Haare sind, reicht allein aber nicht aus: Das Erscheinungsbild hängt davon ab, wo, in welchem Winkel, in welcher Dichte und wie sorgfältig diese Haare eingesetzt werden.

Ob man die Transplantation sieht, hängt dagegen vom Zeitpunkt ab. Während der Heilung kann Ihr Umfeld sie bemerken. Wie sehr sie auffällt, wenn sich das Ergebnis eingestellt hat, hängt von der Planung, Ihrer Haarstruktur und dem Verlauf Ihres Haarausfalls über die Jahre ab.

Was bestimmt ein natürliches Erscheinungsbild?

Ein Haaransatz, der zu Ihrem Alter und Ihrem Gesicht passt

Ein Haaransatz, der sehr tief, scharf und schnurgerade gezogen wurde oder bei dem die Schläfenecken ganz aufgefüllt sind, wirkt in einem erwachsenen Gesicht oft unharmonisch. Da Haarausfall vom männlichen Typ über die Jahre fortschreiten kann, planen wir den Haaransatz nicht nur für heute, sondern so, dass er auch in den kommenden Jahren zu Ihrem Gesicht passen kann. Maße und Übergangszone erklären wir im Beitrag zur Gestaltung des Haaransatzes.

Winkel und Richtung der Grafts

In welchem Winkel und in welche Richtung ein transplantiertes Haar aus der Haut wächst, bestimmt die Ausrichtung des Kanals, in den es eingesetzt wird; nach der Heilung lässt sich das meist nicht leicht korrigieren. Die natürlichen Haare am vorderen Haaransatz treten in einem flachen Winkel aus der Haut, liegen also eher schräg an, und zeigen meist nach vorn. Zu den Schläfen hin dreht sich ihre Richtung allmählich zur Seite und nach unten; am Wirbel wachsen die Haare dagegen vom Haarwirbel aus in einer Drehung nach außen. Wir öffnen die Kanäle entsprechend dieser Richtung und setzen die Grafts passend dazu ein. Haare, die steil abstehen oder in eine andere Richtung zeigen als ihre Umgebung, können auffallen, selbst wenn es nur wenige sind.

Einzelhaar-Grafts am vorderen Rand und eine unregelmäßige Anordnung

Auf der Kopfhaut wachsen die Haare meist in follikulären Einheiten (natürlichen Haargruppen) aus einem bis vier Haaren; ganz vorne an einem natürlichen Haaransatz finden sich meist Einheiten mit einem einzigen Haar. Deshalb setzen wir an den vorderen Rand Einzelhaar-Grafts und weiter nach hinten zunehmend Grafts mit mehreren Haaren. Ein Graft mit mehreren Haaren am vorderen Rand kann wie ein kleines Büschel aussehen. Die Grafts verteilen wir außerdem nicht in geraden Reihen, sondern in leicht unregelmäßigen Abständen; an einem natürlichen Haaransatz stehen die Haare nicht in Reih und Glied.

Sorgfalt bei Planung und Durchführung

Bei der Transplantation kommt es bei jedem einzelnen Kanal auf Winkel, Richtung, Tiefe und Abstand zu den Nachbarkanälen an. Sitzt ein Graft zu tief im Kanal, kann eine kleine Vertiefung entstehen; liegt es zu oberflächlich, eine kleine Erhebung. Wie natürlich das Ergebnis wirkt, hängt deshalb nicht nur von einem guten Plan ab, sondern ebenso von der Sorgfalt, mit der die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt und das Team ihn während des gesamten Eingriffs umsetzen. Der Name der Methode allein ist nicht entscheidend: Wir können die Grafts mit dem Implanter-Stift (DHI) oder mit einer Pinzette in vorab geöffnete Kanäle einsetzen; das Ziel ist in beiden Fällen dasselbe.

Was ist von Person zu Person verschieden?

Selbst zwei Transplantationen, die mit derselben Sorgfalt durchgeführt wurden, können unterschiedlich aussehen. Die wichtigsten Gründe sind:

  • Ihre Haarstruktur und Ihre Hautfarbe: Dunkle, dicke Haare fallen auf heller Haut stärker auf und erfordern am vorderen Rand mehr Sorgfalt; ist der Farbunterschied zwischen Haar und Haut gering, etwa bei hellem oder ergrautem Haar, wirkt der Übergang oft weicher. Feine Haare wirken einzeln zwar weicher, decken die Haut aber weniger ab.
  • Wie viele Grafts Ihr Spenderbereich hergeben kann: Da der Spenderbereich begrenzt ist, lässt sich auf einer großen lichten Fläche die gewünschte Dichte möglicherweise nicht in einer einzigen Sitzung erreichen; eine zweite Sitzung kann infrage kommen, doch der Spenderbereich lässt das nicht immer zu.
  • Der Verlauf Ihres Haarausfalls: Eine Transplantation verhindert nicht, dass Ihre eigenen Haare in den nicht transplantierten Bereichen ausfallen. Werden die Haare hinter dem Empfängerbereich über die Jahre dünner, können vorne ein dichter Streifen und dahinter ein lichter Bereich zurückbleiben. Deshalb planen wir bei jungen Menschen und bei schnell fortschreitendem Haarausfall vorsichtiger; eine medikamentöse Behandlung gegen den Haarausfall kann nach Beurteilung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zur Sprache kommen.
  • Ihre Heilung: Wie gut die Grafts anwachsen und wie die Haut heilt, ist von Person zu Person verschieden. Gewohnheiten wie das Rauchen können die Heilung beeinträchtigen.
  • Wie Sie Ihre Haare tragen: Wenn Sie Ihre Haare nach hinten kämmen, liegt der vordere Haaransatz vollständig frei. Wenn Sie die Haare sehr kurz schneiden lassen, können sowohl lichte Stellen im Empfängerbereich als auch kleine Narben im Spenderbereich leichter auffallen; diese Narben erklären wir in unserem Beitrag zur Frage, ob eine Haartransplantation Narben hinterlässt.

Sieht man die Transplantation während der Heilung?

Ja, das ist möglich. In dieser Zeit können Sie im Allgemeinen Folgendes beobachten:

  • Die ersten Tage: Rötung, leichte Schwellung und kleine Krusten rund um die Grafts sind im Empfängerbereich häufig. Manchmal senkt sich die Schwellung bis in die Stirn und um die Augen ab; meist geht sie innerhalb weniger Tage zurück. Bei Menschen mit heller Haut kann die Rötung länger anhalten.
  • Plan mit oder ohne Rasur: Wurden Ihre Haare gekürzt, können die gekürzten Bereiche zu sehen sein, bis die Haare nachgewachsen sind. Bei einem Plan ohne Rasur fällt der Eingriff in der Regel weniger auf, doch dieser Plan ist nicht für alle geeignet; Einzelheiten erklären wir auf der Seite Haartransplantation ohne Rasur und mit langem Haar.
  • Die ersten Wochen und Monate: Ein Teil der transplantierten oder der umliegenden Haare kann vorübergehend ausfallen; das nennt man Schockhaarausfall. Die Wurzel eines transplantierten Haares bleibt dabei in der Regel in der Haut; von den umliegenden, bereits dünner gewordenen Haaren wächst ein Teil dagegen möglicherweise nicht nach.
  • Das Wachstum der neuen Haare: Die neuen Haare beginnen innerhalb einiger Monate zu wachsen, zunächst fein und noch licht; eine Zeit lang sind sie unterschiedlich lang und dick und wirken ungleichmäßig. Bei den meisten Menschen wird das Ergebnis nach etwa einem Jahr deutlich; am Wirbel kann es länger dauern. Die einzelnen Phasen erklären wir im Beitrag zur Frage, wann transplantierte Haare wachsen.

Deshalb ist es in den ersten Monaten noch zu früh, das Erscheinungsbild zu beurteilen. Wie sich diese Zeit auf Ihr Berufs- und Privatleben auswirkt, besprechen wir vor dem Eingriff gemeinsam.

Ihre Erwartungen, die Nachsorge und wann Sie sich bei uns melden sollten

Sagen Sie bei der Untersuchung offen, was Sie erwarten: wie Sie Ihre Haare kämmen möchten, ob Sie überlegen, sie kurz schneiden zu lassen, und wie wichtig es Ihnen ist, dass Ihr Umfeld den Eingriff nicht bemerkt. Den vorgeschlagenen Haaransatz zeichnen wir vor dem Eingriff auf Ihrer Haut an und beurteilen ihn gemeinsam mit Ihnen; der endgültige Haaransatz wird erst mit Ihrer Zustimmung festgelegt. Fragen Sie ruhig auch, welche Dichte angestrebt wird und ob bei Ihnen eine einzige Sitzung ausreicht.

Halten Sie sich nach dem Eingriff an die schriftlichen Pflegehinweise, die Sie von uns erhalten; sie haben Vorrang vor den allgemeinen Informationen in diesem Beitrag. Ihren Fortschritt beurteilen wir gemeinsam in den Nachsorgegesprächen; wenn Sie mit dem Erscheinungsbild nicht zufrieden sind, sagen Sie es uns. Bei Entscheidungen wie einem zusätzlichen Eingriff warten wir in der Regel ab, bis das Ergebnis erkennbar ist.

Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, melden Sie sich bei uns, ohne auf das Nachsorgegespräch zu warten:

  • Zunehmende Schmerzen, Rötung oder Schwellung
  • Nässen, Eiter oder übler Geruch im Empfänger- oder Spenderbereich
  • Fieber
  • Blutungen, die nicht aufhören oder wiederkehren
  • Schmerzhafte oder größer werdende, pickelähnliche Erhebungen im Empfängerbereich

Im Notfall wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene medizinische Einrichtung. Ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind, wird bei der Untersuchung festgestellt; auch die Ergebnisse sind von Person zu Person verschieden.

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Haaranalyse

Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.

Wie geht es weiter?

  1. Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
  2. Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
  3. Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.

Sie können Ihre Frage kurz schreiben. Bitte teilen Sie keine Gesundheitsdaten oder Fotos.

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