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Worauf sollten Sie vor einer Haartransplantation achten?
Grundlage der Vorbereitung auf eine Haartransplantation ist, dass Sie uns alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nennen, die Sie einnehmen, und sich an Ihre schriftlichen Hinweise zur Vorbereitung halten. Wir erklären, warum Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Rauchen und Alkohol eine Rolle spielen und was Sie nicht eigenmächtig ändern sollten.
In diesem Beitrag
Die zwei wichtigsten Schritte der Vorbereitung
Vor einer Haartransplantation kommt es vor allem auf zwei Dinge an: dass Sie uns jedes Medikament, jedes pflanzliche Mittel und jedes Nahrungsergänzungsmittel vollständig nennen und dass Sie sich an die schriftlichen Hinweise zur Vorbereitung halten, die Sie von uns erhalten. Manche Medikamente und pflanzlichen Mittel, aber auch Rauchen und Alkohol können die Blutung während des Eingriffs oder die Heilung danach beeinflussen. Worauf Sie wann verzichten, legen Ihre Hinweise fest; bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ändern Sie bitte nichts eigenmächtig.
Bei einer Haartransplantation werden die Grafts (kleine Gewebestücke mit einer oder mehreren Haarwurzeln) meist am Hinterkopf und an den Seiten entnommen, also im Spenderbereich; im Empfängerbereich wird für jedes Graft ein kleiner Kanal geöffnet. Dabei entstehen in der Haut viele kleine Wunden. Blutet es stärker, sind die Kanäle schlechter zu sehen, und der Eingriff kann schwieriger werden. Auch das Abheilen der Wunden und die Versorgung der Grafts an ihrem neuen Ort hängen zu einem großen Teil davon ab, wie viel Blut und Sauerstoff den Bereich erreichen.
Welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie angeben?
Die kurze Antwort: alle. Nennen Sie neben Ihren verschreibungspflichtigen Medikamenten auch rezeptfreie Schmerzmittel, Vitamine, pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel für Sportler, außerdem Medikamente, die Sie vor Kurzem abgesetzt haben, und Ihre Medikamentenallergien. Dass ein Produkt pflanzlich oder „natürlich“ ist, heißt nicht, dass es Blutungen nicht beeinflussen kann. Sie können die Liste aufschreiben und mitbringen oder die Packungen fotografieren.
Warten Sie damit nicht bis zum Behandlungstag: Bei manchen Medikamenten kann es Zeit brauchen, die Einschätzung der verschreibenden Ärztin oder des verschreibenden Arztes einzuholen.
| Was Sie verwenden | Warum ist das wichtig? | Was sollten Sie tun? |
|---|---|---|
| Verschreibungspflichtige Blutverdünner | Sie hemmen die Bildung von Blutgerinnseln; während und nach dem Eingriff kann es stärker bluten. | Setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab. Ob sie pausiert werden, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt. |
| Aspirin und manche entzündungshemmenden Schmerzmittel | Sie können die Fähigkeit der Blutplättchen (Thrombozyten), Gerinnsel zu bilden, verringern. | Nennen Sie sie, auch wenn Sie sie nur gelegentlich einnehmen. Wurden sie Ihnen zum Schutz von Herz oder Gefäßen verschrieben, setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab. |
| Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, etwa Kortison | Sie können die Wundheilung verlangsamen und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen. | Setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab. Den Eingriff planen wir in Abstimmung mit der verschreibenden Ärztin oder dem verschreibenden Arzt. |
| Pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel | Von manchen pflanzlichen Mitteln wie Knoblauchkapseln und Ginkgo sowie von manchen Vitaminpräparaten wird berichtet, dass sie die Blutungsneigung erhöhen können. | Führen Sie alle auf. Welche Sie pausieren sollten, geben wir in Ihren Hinweisen an. |
| Haarvitamine mit Biotin | Hohe Mengen Biotin können die Ergebnisse mancher Bluttests beeinflussen. | Informieren Sie vor der Blutabnahme uns und das Labor. |
| Medikamente und Lotionen gegen Haarausfall | Sie werden bei der Planung berücksichtigt; wie sie in der Zeit rund um den Eingriff angewendet werden, ist individuell verschieden. | Nennen Sie sie. Wie Sie damit weitermachen, wird nach Einschätzung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes entschieden. |
| Blutdruck-, Diabetes- und andere Dauermedikamente | Wie sie am Behandlungstag eingenommen werden, muss vorab geplant werden. | Setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab und ändern Sie nichts daran. Wie Sie sie am Behandlungstag einnehmen, besprechen wir gemeinsam. |
Wie gut belegt die Wirkung pflanzlicher Mittel und Nahrungsergänzungsmittel auf Blutungen ist, hängt vom Produkt ab, und die Belege sind teils begrenzt; trotzdem möchten wir alle kennen. Was über Biotin bekannt ist, erklären wir im Beitrag Haarvitamine und Biotin.
Was sollten Sie tun, wenn Sie Blutverdünner einnehmen?
Setzen Sie das Medikament nicht eigenmächtig ab. Blutverdünner (Medikamente, die die Bildung von Blutgerinnseln hemmen) werden meist verschrieben, um Sie vor ernsten Problemen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Blutgerinnseln in den Gefäßen zu schützen. Setzen Sie sie eigenmächtig ab, wird dieser Schutz schwächer; das kann ein größeres Problem sein als das Blutungsrisiko beim Eingriff. Auch Aspirin, das Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zum Schutz von Herz oder Gefäßen empfohlen hat, gehört zu dieser Gruppe.
Ob das Medikament pausiert wird, entscheidet die verschreibende Ärztin oder der verschreibende Arzt; wir planen den Eingriff nach dieser Entscheidung. Je nachdem, warum das Medikament verschrieben wurde und wie Ihr Gesundheitszustand ist, kann es weiter eingenommen oder für eine ärztlich festgelegte Zeit pausiert werden; es kann auch sein, dass der Eingriff auf einen günstigeren Zeitpunkt verschoben wird. Wie wir bei Herz- und Blutdruckerkrankungen entscheiden, erklären wir im Beitrag Chronische Erkrankungen und Haartransplantation.
Wenn Sie ein Medikament auf Empfehlung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes pausiert haben und in dieser Zeit Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot, Sprachstörungen oder plötzliche Schwäche auftreten, wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene medizinische Einrichtung.
Wenn Sie Aspirin oder ein entzündungshemmendes Schmerzmittel nur gelegentlich nehmen, zum Beispiel bei Kopfschmerzen, geben wir in Ihren Hinweisen an, ab wann Sie es nicht mehr nehmen sollten. Brauchen Sie in diesen Tagen ein Schmerzmittel, fragen Sie uns, welches Sie nehmen können.
Sollten Sie auf Rauchen und Alkohol verzichten?
In der Regel ja. Wie lange Sie vor dem Eingriff verzichten sollten und wie lange danach noch, geben wir in Ihren schriftlichen Hinweisen an. Eine Dauer, die für alle passt, gibt es nicht; richten Sie sich nicht nach Zeitangaben, die Sie anderswo gelesen haben, sondern nach Ihren eigenen Hinweisen.
Rauchen und Nikotinprodukte
Nikotin verengt die kleinen Blutgefäße in der Haut, und das Kohlenmonoxid im Rauch verringert die Menge an Sauerstoff, die das Blut transportieren kann. Zusammen können diese beiden Effekte dazu führen, dass weniger Sauerstoff das heilende Gewebe und die frisch eingesetzten Grafts erreicht. Auch E-Zigaretten, Shisha und Tabakerhitzer enthalten meist Nikotin; sagen Sie es uns, wenn Sie solche Produkte oder Nikotinpflaster oder -kaugummis verwenden. Einzelheiten erklären wir im Beitrag Rauchen und Haartransplantation.
Alkohol
Alkohol erweitert die Blutgefäße und kann die Blutgerinnung beeinflussen; das kann Blutungen während und nach dem Eingriff verstärken. Außerdem kann er mit manchen Medikamenten in Wechselwirkung treten, die Sie am Behandlungstag und danach erhalten. Deshalb bitten wir Sie, in den Tagen vor und nach dem Eingriff auf Alkohol zu verzichten.
Wenn Ihnen der Verzicht schwerfällt, sagen Sie es uns; dann besprechen wir gemeinsam, worauf Sie in Ihrer Situation achten sollten. Wenn Sie seit Langem täglich große Mengen Alkohol trinken, kann auch ein plötzliches Aufhören gesundheitliche Probleme verursachen; sagen Sie uns das bei der Untersuchung bitte unbedingt.
Worauf sollten Sie in den Tagen vor dem Eingriff noch achten?
- Veränderungen Ihrer Gesundheit: Wenn Sie Fieber bekommen, eine grippeähnliche Erkrankung haben, auf Ihrer Kopfhaut eine Wunde, Pickel oder ein Ausschlag auftreten oder Sie mit einem neuen Medikament beginnen, sagen Sie uns Bescheid. In solchen Fällen kann es nötig sein, den Eingriff zu verschieben; diese Entscheidung treffen wir gemeinsam.
- Haarschnitt und Färben: Fragen Sie uns, bevor Sie sich die Haare schneiden oder färben lassen oder eine andere Behandlung machen lassen, die die Kopfhaut reizen kann. Bei einer Haartransplantation ohne Rasur und mit langem Haar kann es nötig sein, dass Ihre Haare eine bestimmte Länge behalten. Die Unterschiede zwischen den Plänen erklären wir auf der Seite Methoden der Haartransplantation.
- Laborwerte und Unterlagen: Bringen Sie die Ergebnisse der Laboruntersuchungen, um die wir Sie gebeten haben, gegebenenfalls Ihre letzten Laborbefunde, Ihre Medikamentenliste und die Berichte Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes mit.
- Am Morgen des Eingriffs: Was Sie essen und trinken dürfen, geben wir in Ihren Hinweisen an. Tragen Sie ein bequemes Oberteil, das sich vorne knöpfen oder mit einem Reißverschluss öffnen lässt, und organisieren Sie vorab Ihren Rückweg von der Klinik.
- Die Tage danach: Planen Sie Ihre Arbeit und Ihre Termine für die ersten Tage im Voraus. Worauf Sie in dieser Zeit achten sollten, lesen Sie auf der Seite Nachsorge nach Haartransplantation.
Wie planen wir die Vorbereitung bei der Untersuchung?
Bei der Untersuchung fragen wir nach Ihrer Krankengeschichte, nach den Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie einnehmen, und nach Ihrem Rauch- und Alkoholkonsum. Bei Bedarf veranlassen wir Laboruntersuchungen oder holen die Einschätzung Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes ein.
Vor dem Eingriff erhalten Sie dann von uns schriftliche Hinweise zur Vorbereitung. Darin steht, worauf Sie wann verzichten, an welchen Medikamenten Sie nichts ändern und worauf Sie am Morgen des Eingriffs achten sollten. Ihre Hinweise haben Vorrang vor den allgemeinen Informationen hier; fragen Sie uns, wenn Sie bei etwas unsicher sind.
Ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind, wird bei der Untersuchung festgestellt; auch Heilungsverlauf und Ergebnisse sind von Person zu Person verschieden.
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Haaranalyse
Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.
Wie geht es weiter?
- Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
- Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
- Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.