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Wie lange dauert eine Haartransplantation? Wie verläuft der Behandlungstag?
Eine Haartransplantation nimmt oft einen Großteil des Tages ein. Wir erklären, was die Dauer bestimmt, in welchen Schritten der Behandlungstag verläuft und wie Sie sich auf diesen Tag vorbereiten können.
In diesem Beitrag
Wie lange dauert eine Haartransplantation?
Eine Haartransplantation dauert in der Regel mehrere Stunden und nimmt oft einen Großteil des Tages ein. Bei einem begrenzten Bereich kann sie kürzer sein; bei Plänen mit vielen Grafts, einem großen Bereich oder ohne Rasur kann sich der Eingriff dagegen über fast den ganzen Tag erstrecken. Eine Dauer, die für alle gilt, gibt es nicht; die ungefähre Dauer in Ihrem Fall teilen wir Ihnen nach der Untersuchung bei der Planung mit.
Die Zeit, die Sie in der Klinik verbringen, ist allerdings länger als die Transplantation selbst. Auch Begrüßung, letzte Kontrolle, Anzeichnen, Pausen und die Erklärung der Pflege gehören zu diesem Tag. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich den ganzen Tag für den Eingriff freizuhalten.
Sind so viele Grafts nötig, dass sich der Eingriff an einem Tag nicht in Ruhe abschließen lässt, kann es infrage kommen, den Plan auf zwei aufeinanderfolgende Tage zu verteilen oder in getrennte Sitzungen aufzuteilen. Den Unterschied zwischen diesen beiden Möglichkeiten erklären wir im Beitrag Zweite Sitzung bei der Haartransplantation; welche Möglichkeit für Sie geeignet ist, besprechen wir vorab bei der Planung.
Was bestimmt die Dauer?
Selbst zwei Eingriffe mit derselben Methode können unterschiedlich lange dauern. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind:
| Faktor | Einfluss auf die Dauer |
|---|---|
| Anzahl der Grafts und Empfängerbereich | Da die Grafts einzeln entnommen und eingesetzt werden, dauert der Eingriff umso länger, je mehr Grafts nötig sind und je größer der Bereich ist. |
| Vorbereitung des Spenderbereichs | Bei Plänen ohne Rasur und mit langem Haar dauert der Eingriff in der Regel länger, da wir die Grafts zwischen den langen Haaren entnehmen. |
| Art des Einsetzens | Ob die Grafts in vorab geöffnete Kanäle oder mit dem Implanter-Stift (einem stiftähnlichen Instrument, mit dem das Graft eingesetzt wird) eingesetzt werden, beeinflusst die Vorbereitung und die Arbeitsweise des Teams; das kann sich auf die Dauer auswirken. |
| Haarstruktur | Bei lockigem Haar kann auch die Wurzel unter der Haut gekrümmt sein; die Entnahme der Grafts kann deshalb mehr Sorgfalt und Zeit erfordern. |
| Pausen | Die Pausen an einem langen Tag kommen zur Gesamtdauer hinzu. |
Den Unterschied zwischen Plänen mit und ohne Rasur erklären wir ausführlich auf der Seite Haartransplantation ohne Rasur und mit langem Haar.
Eine kurze Dauer ist für sich genommen kein Vorteil. Ein Graft ist auch außerhalb des Körpers lebendes Gewebe; wichtig ist, dass es sorgfältig entnommen wird, während des Wartens nicht austrocknet und im richtigen Winkel eingesetzt wird. Auch den Tagesablauf planen wir so, dass die Grafts nicht länger als nötig außerhalb des Körpers warten.
Wie verläuft der Behandlungstag?
Reihenfolge und Dauer der Schritte können je nach Plan variieren; Ihren persönlichen Ablauf erklären wir Ihnen vorab. Im Allgemeinen verläuft der Tag so:
- Begrüßung und letzte Kontrolle. Wir gehen Ihren allgemeinen Gesundheitszustand, Ihre Medikamente und die für Ihren Plan angeforderten Laboruntersuchungen durch. Die Einwilligungserklärung (das schriftliche Dokument, das den Eingriff, seine möglichen Risiken und die Alternativen erklärt) lesen wir gemeinsam, und wir beantworten Ihre Fragen.
- Anzeichnen. Den bei der Untersuchung festgelegten Haaransatz und den Empfängerbereich zeichnen wir mit einem speziellen Hautstift auf Ihrer Haut an. Wir schauen gemeinsam in den Spiegel und nehmen bei Bedarf letzte Korrekturen vor; mit der Transplantation beginnen wir erst, wenn wir uns über die Zeichnung einig sind.
- Vorbereitung des Spenderbereichs und örtliche Betäubung. Je nach Plan kürzen wir die Haare im Spenderbereich vollständig oder nur in schmalen Streifen; bei einem Plan ohne Rasur kürzen wir sie gar nicht. Anschließend betäuben wir den Bereich örtlich; die meisten Patientinnen und Patienten sind während des gesamten Eingriffs wach. Wenn Sie ein scharfes oder stärker werdendes Gefühl bemerken, sagen Sie es uns; bei Bedarf erneuern wir die Betäubung. Was Sie beim Setzen der Betäubung und danach spüren, ist von Person zu Person verschieden; darum geht es in unserem Beitrag zur Frage, ob eine Haartransplantation wehtut.
- Entnahme der Grafts. Die Grafts entnehmen wir nach der FUE-Methode: Wir lösen die follikulären Einheiten (natürliche Haargruppen) mit einem Instrument mit feiner Spitze einzeln heraus. Dabei liegen Sie meist auf dem Bauch oder auf der Seite. Die entnommenen Grafts werden in der Regel in einer gekühlten Aufbewahrungslösung gelagert, unter Vergrößerung kontrolliert und nach der Zahl ihrer Haare sortiert.
- Pause. Da der Tag lang ist, machen wir zwischendurch eine Pause. Sie können dann etwas essen und trinken, zur Toilette gehen und sich ein wenig bewegen. Im Laufe des Tages können wir je nach Bedarf auch kurze Unterbrechungen einlegen.
- Öffnen der Kanäle und Einsetzen. Nachdem wir auch den Empfängerbereich örtlich betäubt haben, setzen wir die Grafts je nach Plan in vorab geöffnete Kanäle (kleine Einschnitte, in die die Grafts eingesetzt werden) oder mit dem Implanter-Stift ein. Die Kanäle öffnet die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt. Da Winkel und Richtung der Kanäle bestimmen, in welche Richtung die neuen Haare wachsen, erfordert dieser Schritt Sorgfalt. In dieser Phase liegen Sie meist auf dem Rücken oder sitzen halb aufrecht.
- Abschlusskontrolle und Erklärung der Pflege. Wir kontrollieren Empfänger- und Spenderbereich ein letztes Mal; je nach Plan können wir am Spenderbereich einen Verband anlegen. Anschließend geben wir Ihnen Ihre schriftlichen Pflegehinweise und erklären, welche Medikamente Sie verwenden, wie Sie in der ersten Nacht liegen, wann die erste Haarwäsche erfolgt und wie Sie uns erreichen. Für diesen Schritt nehmen wir uns Zeit, damit Sie alle offenen Fragen stellen können.
Nach dem Eingriff: Heimweg und die ersten Tage
Eine Haartransplantation erfordert in der Regel keinen stationären Aufenthalt; nach dem Eingriff kehren Sie meist noch am selben Tag nach Hause oder in Ihre Unterkunft zurück. Wenn die Betäubung nachlässt, können Sie am ersten Abend dumpfe Schmerzen und Empfindlichkeit spüren. Nehmen Sie die Medikamente, die Sie von uns erhalten, nach Anweisung ein; fragen Sie uns, bevor Sie ein anderes Schmerzmittel nehmen.
In den folgenden Tagen können im Empfängerbereich Rötungen, leichte Schwellungen und Krusten auftreten; die Schwellung senkt sich manchmal bis in die Stirn und um die Augen ab. Wie lange das anhält, ist von Person zu Person verschieden. Allgemeine Informationen finden Sie auf der Seite Nachsorge nach Haartransplantation; maßgeblich sind aber immer die schriftlichen Hinweise, die Sie von uns erhalten.
Wie bereiten Sie sich auf den Tag vor?
Eine gute Vorbereitung hilft Ihnen, einen langen Tag entspannter zu erleben. Im Allgemeinen bitten wir Sie um Folgendes:
- Teilen Sie uns vorab alle Medikamente, pflanzlichen Präparate und Nahrungsergänzungsmittel mit, die Sie einnehmen, auch blutverdünnende Mittel. Setzen Sie kein Medikament eigenmächtig ab; ob ein Medikament pausiert wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die oder der es Ihnen verordnet hat.
- Was Sie am Morgen des Eingriffs essen und trinken dürfen, teilen wir Ihnen vorab mit; halten Sie sich bitte an diese Anweisung.
- Tragen Sie ein bequemes Oberteil mit Knöpfen oder Reißverschluss vorn. Kleidung mit engem Ausschnitt, die Sie über den Kopf ziehen müssen, kann nach dem Eingriff am Empfängerbereich reiben.
- Planen Sie Ihren Rückweg aus der Klinik im Voraus und stimmen Sie Ihre Pläne für die ersten Tage danach darauf ab.
Einzelheiten zu Rauchen, Alkohol und den Tagen vor dem Eingriff finden Sie im Beitrag Vorbereitung auf die Haartransplantation.
Wann sollten Sie sich bei uns melden?
Wenn Sie vor dem Behandlungstag Fieber bekommen, eine grippeähnliche Erkrankung haben oder auf Ihrer Kopfhaut eine Wunde, Pickel oder einen Ausschlag bemerken, sagen Sie uns Bescheid. In solchen Fällen kann es nötig sein, den Eingriff zu verschieben; diese Entscheidung treffen wir gemeinsam, nachdem wir Ihre Situation beurteilt haben.
Wenn Sie nach dem Eingriff eines der folgenden Anzeichen bemerken, melden Sie sich bei uns, ohne auf das Nachsorgegespräch zu warten:
- Blutungen, die nicht aufhören oder wiederkehren
- Zunehmende Schmerzen, Rötung oder Schwellung
- Nässen, Eiter oder übler Geruch im Empfänger- oder Spenderbereich
- Fieber
- Schmerzhafte oder größer werdende, pickelähnliche Erhebungen im Empfängerbereich
Im Notfall oder wenn Sie uns nicht erreichen, wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene medizinische Einrichtung.
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen. Ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind und wie Ihr Behandlungstag geplant wird, wird bei der Untersuchung festgelegt; auch die Ergebnisse sind von Person zu Person verschieden.
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Hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer; wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp bei Ihnen. In diesem Formular fragen wir weder Gesundheitsdaten noch Fotos ab.
Wie geht es weiter?
- Wir melden uns telefonisch oder per WhatsApp und vereinbaren mit Ihnen einen passenden Termin für das Vorgespräch.
- Im Vorgespräch hören wir uns Ihre Erwartungen an und erklären Ihnen den Eingriff und den Ablauf. Falls Fotos nötig sind, sagen wir Ihnen gesondert, wie Sie sie teilen können.
- Ob ein Eingriff für Sie geeignet ist, wird bei der ärztlichen Untersuchung entschieden. Kosten und Termine besprechen wir nach der Planung.